Wöchentliche ein neues Drabble. Eine kleine Herausforderung, bei der ich – das muss ich gestehen – heute beim Schreiben diesen Zeilen nicht mehr ganz hinterherkomme. Ein bisschen liegt das auch an den Worten, die in den letzten Wochen vorgegeben waren, aber auch an einigen terminlichen und motivatorischen Schwierigkeiten. Manchmal passt es einfach besser und manchmal einfach gar nicht. Aber das heißt nicht, dass ich das aufgeben werde. Es braucht vielleicht nur etwas Glück durch ein Kleeblatt für passendere Worte.
Kleeblatt war neben Licht und Banane eines der Worte bei meinem sechsten Drabble. Ähnlich wie zuvor schon, hatte ich direkt eine Idee, die ich dann nur noch in Form pressen musste. Dabei ist es auf den ersten Blick nicht mal wirklich leicht, eine Verbindung zwischen den drei Worten herzustellen. Kleeblatt und Licht? Okay, das geht gut. Licht und Banane? Auch das ist machbar. Aber Kleeblatt und Banane? Da gibt es nun wirklich ganz wenige Schnittmengen. Und dann noch das Licht dazu? Nicht ganz einfach.
Was ist ein Drabble?
Ein Drabble ist eine kurze Geschichte, eventuell nur ein Ausschnitt, bestehend aus exakt 100 Wörtern. Die Überschrift wird dabei nicht mitgezählt und es gibt auch Varianten mit 200 oder 300 oder mehr Wörtern. In der Challenge #drabbledienstag auf Instagram sind es exakt 100 Wörter, bei denen allerdings drei in der Vorwoche bekannt gegebene Wörter Bestandteil des finalen Texts sein müssen. Weitere Vorgaben, etwa Genre, Gattung oder Stil, sind frei wählbar.
Manchmal braucht es ein bisschen Glück. Manchmal ist es aber auch eine einfache Eingebung oder der pure Zufall. Zur Zeit dieses Drabbles war ich gerade wieder ganz tief drin in der Analyse eines anderen Projekts (eine Schreibübung, die ihr bald hier finden könnt). Da kam dann die Inspiration von ganz allein und recht schnell fanden auch die drei Begriffe zueinander und ergaben eine kurze Geschichte.

Man könnte fast sagen, dass dieses Drabble und die andere Schreibübung im gleichen Universum spielen, möglicherweise sogar Teile der gleichen Geschichte erzählen. So wurde aus einem einfachen Drabble und einer ebenso einfachen Schreibübung etwas, worauf man aufbauen kann. Irgendwann werde ich das vielleicht auch tun, aber bis dahin habe ich noch andere Schreibprojekte, mit denen ich mich befassen möchte.
Ein Kleeblatt zum Glück
Er war nervös. So nervös, das hätte für drei Leute gereicht. Zum Frühstück hatte er nur eine Banane essen können, aber das reiche vorerst völlig. Aber er war auch gut vorbereitet. Seine Rede war gut strukturiert, seine Argumente hatte er parat und für alle Notfälle, man kann ja nie wissen, steckte ein vierblättriges Kleeblatt in Plastik konserviert in seiner Hosentasche.
Sascha Boelcke (@teilzeitautor), 24.06.2025
Der große Moment war gekommen. Er betrat die Bühne und ging zum Pult, das Licht vom Scheinwerfer ging an. „Meine Damen und Herren“, begann er. Jetzt gab es kein Zurück mehr, Blut lag in der Luft. „Mögen die Spiele beginnen!“
Ich freue mich wie immer über euer Feedback, hier oder direkt auf Instagram. Erzählt mir gerne, ob ihr einen Glückbringer habt. Ich hatte früher einen, aber viel gebracht hat er leider nie, deswegen habe ich das abgelegt. Vielleicht hatte ich auch einfach nie den richtigen Glücksbringer, aber mal ehrlich: so ein vierblättriges Kleeblatt ist auch echt schwer zu finden. Oder ist euch das mal gelungen?
